Planung von Kaminen

Dimensionierung
Ein wichtiger Faktor bei der Planung ist die richtige Dimensionierung der Kamine. Dabei ist darauf zu achten, dass jede Heizanlage nur dann optimal funktioniert, wenn die Kamine einen auf die Anlage abgestimmten Querschnitt haben.
Die Position der Feuerstätte bestimmt die Anordnung des Kamines im Gebäude. Kurze, strömungstechnisch günstige Verbindungsstücke sind so möglich. Grundsätzlich benötigen Heizungen mit festen Brennstoffen größere Querschnitte als Heizungen, die mit Öl oder mit Gas als Brennstoff betrieben werden.

Kanalanschluss

Kanalanschluss
Bei Heizkesseln der neuesten Generation, sowie bei Brennwertgeräten, fallen im Kamin größere Mengen an Kondensat an, welche bis an die Kaminsohle gelangen. Bei solchen Feuerstätten wurde auf Grund der großen Mengen von anfallendem Kondensat bereits vom Gesetzgeber eine Ableitung des Kondensates vorgeschrieben. Generell ist zu beachten, dass Kondensat und Niederschlagswasser eine entsprechende Entsorgung erfordern. Die Planung eines Kanalanschlusses ist hierbei erforderlich.

Deckendurchführung

Die Aussparung ist im Deckendurchgangsbereich einer Massivdecke allseitig ca. 3 cm größer als das Kaminaußenmaß auszubilden. Bei einer Holzbalkendecke muss der Abstand zu großflächig anliegenden brennbaren Bauteilen immer 5 cm betragen. Der nach dem Einbau verbleibende Spalt ist mit einem nicht brennbaren Dämmmaterial dicht auszustopfen. Weitere Vorschriften z.B. betreffend Verputz entnehmen Sie bitte den jeweiligen Landesbauordnungen bzw. Landesvorschriften.

Gebäudedichtheit

Ein Argument, das leider immer wieder gegen den Kamin einge-setzt wird, ist, dass der Kamin eine undichte Stelle in der Gebäudehülle darstellt.
Beim Blower-Door-Test wird bei einer Druckdifferenz von 50 Pa das Gebäude auf Dichtheit überprüft. In Oberösterreich zum Beispiel darf ein Niedrigenergiehaus dann nur noch einen Undichtheitsfaktor von 1,0 erreichen, das bedeutet, dass inner-halb einer Stunde nur so viel Luft aus dem Haus austreten darf, wie das Volumen des umbauten Wohnraums ausmacht.

Angrenzende Bauteile

Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten kommt es beim Kamin immer zu Anschlüssen und Verbindungen mit anderen, angren-zenden Bauteilen.
Hier sind einige Grundsätze zu beachten. Generell dürfen brennbare Bautstoffe nicht unmittelbar an den Kamin anstoßen. Das Ausmaß des Abstandes wird in den einzelnen Landesbauordnungen festgelegt. Besonderes Augenmerk wird auch auf Putztüren gelegt. Auch hier gibt es in den Landesbauordnungen genaue Regelungen, wobei hier der Abstand in der Regel 50 cm beträgt.


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